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Mediation
Mediation ist die Vermittlung zwischen zwei oder mehreren Konfliktparteien durch neutrale Mediatorinnen und Mediatoren ohne Entscheidungsbefugnis. Dabei soll ein Rahmen geschaffen werden, der eine selbstbestimmte, einvernehmliche Konfliktregelung der Beteiligten ermöglicht. Die Mediation hat sich seit den 1960er Jahren nicht nur im Arbeitsumfeld verbreitet, sondern zunehmend auch in anderen Bereichen, insbesondere Justiz, hier zum Beispiel als Scheidungs- oder Sorgerechts-Mediation, bei Mietstreitigkeiten und in kommunalen Organisationen, zum Beispiel wenn es um öffentliche Bauvorhaben oder Umweltschutzziele geht (vgl. Baruch Bush/Folger 2009).
Baruch Bush und Folger unterscheiden vier „Philosophien“ der Mediation (vgl. ebd., S. 21 ff.):
- „Satisfaction Story“: Mediation als Instrument effektiver, weil kostensparender und individuell befriedigender Konfliktlösung.
- „Social Justice Story“: Mediation als Instrument, um soziale Gerechtigkeit zu schaffen, indem sich Individuen mit gemeinsamen Interessen organisieren und diese vertreten, zum Beispiel gegenüber Organisationen in Situationen mit ungleicher Machtverteilung.
- „Oppression Story“: Mediation als ein verstecktes Instrument sozialer Kontrolle und Unterdrückung, da das kommunikations- und konsensorientierte Vorgehen Schutzvorrichtungen, zum Beispiel bei Scheidungen, außer Kraft setzen und somit das Machtungleichgewichte verstärken kann.
- „Transformation Story“: Mediation als Instrument positiver Verhaltensänderung durch Empowerment (Stärkung des Selbstwertgefühls) und Recognition (gegenseitige Akzeptanz von Bedürfnissen und Interessen).
Verbreitete Basistheorien der Mediation sind die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg und das sogenannte Harvard-Konzept.
Mehr lesen: Baruch Bush, Robert A./Folger, Joseph P. (2009): Konflikt. Mediation und Transformation, Weinheim: Wiley-VCH.
