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Changemanagement
Dieser moderne Sammelbegriff hat sich inzwischen etabliert und kann sich auf alle Arten von Veränderung in Organisationen beziehen, zum Beispiel Restrukturierungen, Sanierungen, Fusionen, Zusammenlegungen und Prozessoptimierung (vgl. Doppler/Lauterburg 2008, S. 100). Changemanagement gibt Unterstützung bei der Umsetzung von Veränderungsprojekte in einer Organisation. Dies kann geschehen durch eine mehr oder weniger aufwendige Projektarchitektur mit Steuerungskreis, Rückkoppelungsgruppen, Implementierungsworkshops und Ähnliches. Je nach Konzept (→ Organisationsberatung) wird das Changemanagement sich mehr an Inhalten und Strukturen oder mehr am Prozess orientieren.
Weitgehend unbestritten ist, dass Veränderungsprozesse mit Widerstand der Betroffenen verbunden sind. Widerstand wird hier als das Phänomen verstanden, dass sinnvolle Entscheidungen oder Maßnahmen von Einzelnen oder Gruppen abgelehnt oder unterlaufen werden (vgl. Doppler/Lauterburg 2008, S. 336). Die Symptome können sich verbal oder nonverbal, aktiv oder passiv zeigen. Als wesentlich für ein gelingendes Changemanagement gilt der konstruktive Umgang mit Widerstand, das heißt, er wird als verschlüsselte Botschaft bisher nicht verstandener (oder geäußerter) Interessen verstanden, statt ihn zu ignorieren oder mit Macht brechen zu wollen.
In Analogie zu persönlichen Krisen wurden die Phasen, die Elisabeth Kübler-Ross aus der Begleitung von Angehörigen Sterbender entwickelte, auf Veränderungsprozesse in Organisationen angewendet (vgl. Roth 2002, S. 14 ff.). Der Ablauf mit den typischen Emotionen zeigt → Anhang Emotionale Phasen bei Veränderungsprozessen.
Auch wenn bisher noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen wurde, inwieweit sich diese Phasen auf Veränderungsprozesse in Organisationen übertragen lassen, ergibt sich in der Beratungspraxis eine hohe Plausibilität. Das gilt insbesondere, wenn sich die Betroffenen sehr stark mit der zu verändernden Situation identifizieren.
Mehr lesen:
Doppler, Klaus/Lauterburg, Christoph (2008): Change Management, Frankfurt, New York: Campus.
Roth, Stephan (2002): Emotionen im Visier: Neue Wege des Change Managements. In: OrganisationsEntwicklung, 2/2000, S. 14–20.
