Training
Organisationsentwicklung
Personalentwicklung
Supervision
Das Ich, das Es und das Über-Ich
Diese drei Begriffe benennen das sogenannte Strukturmodell des psychischen Apparats. Es wurde von Sigmund Freud entwickelt und vom ihm in der Schrift „Das Ich und das Es“ dargestellt. Als Theoriekonstrukt ist es metaphorisch zu verstehen, nämlich als Analogie zu den psychischen Vorgängen. In diesem Modell wird das Ich als eine Instanz gesehen, das weitgehend dem Bewusstsein zugänglich ist und vor allem die Aufgabe hat, zwischen dem Es (den Trieben) und der Außenwelt (Realität) zu vermitteln. Als adaptives und vermittelndes Wesen steht das Ich nach Freud unter dreierlei Dienstbarkeiten, nämlich unter den Anforderungen und Gefahren aus der Außenwelt, den energetischen Kräften des Es und der Strenge des Über-Ich. Folglich bedient es sich auch der → Abwehr. Das Es, als Reservoir der Libido und der Aggression verstanden, repräsentiert die Triebkräfte der Persönlichkeit und entspricht gleichsam dem „Naturnotwendigen“ (Nietzsche). Als Instanz erfasst es die Gesamtheit jener nicht genau zu benennenden Kräfte, die weder organisiert noch sozialisiert sind. Von diesen energetischen Regungen, im Es in Dichte und Geflecht drangbereit versammelt, lösen sich Kräfte, die durch Reize der Außenwelt angelockt werden. Sie nehmen eine bestimmte Qualität an und drängen sich dem Ich auf, damit es schweifend suchend Möglichkeiten zur Triebbefriedigung findet. Das Über-Ich hingegen ist die innere Instanz der kritischen Selbstbeobachtung und der Idealbildung. Darüber hinaus ist es der Ort des Gewissens, nämlich der verinnerlichten Verbote und Gebote. Von ihm gehen die kritische Einrede, Schuldzuweisungen und Selbstvorwürfe aus. Ein besonders strenges Über-Ich (als Ergebnis der Erziehung) kann das Ich regelrecht tyrannisch beherrschen und die Entwicklung einer lebensnotwendigen Ich-Stärke stark behindern.
