"Gruppendynamik wird immer Teil von menschlichen Beziehungen sein" Interview mit Rosa Budziat

Unsere Interview-Reihe mit TOPS-Mitgliedern geht in die nächste Runde. Dieses Mal ist Rosa Budziat dran.

Rosa hat die BlickweXel-Weiterbildung erfunden, und ist bei uns im Coaching-Lehrgang und bei gruppendynamischen Trainings anzutreffen.

Wann und wie hast Du entdeckt, dass Du Dich für Gruppendynamik und Supervision besonders interessierst?

Ich habe mit 15 Jahren angefangen eine KJG-Kindergruppe zu leiten, das hat mir sehr viel Spaß gemacht.

In dem "Kurspaket" für Gruppenleiterinnen haben wir Selbstreflexion, Selbststeuerung und Feedback bis zum Abwinken geübt, nach der Idee der Würzburger Synode "Jugendliche leiten Jugendliche".

Da hab ich Lust auf mehr gekriegt und habe Soziale Arbeit studiert.

Wie hat dich dein beruflicher Weg zu TOPS geführt?

Ich habe meine erste gruppendynamische Weiterbildung bei den Vorgängern von TOPS gemacht.

Wir sind uns dann immer wieder begegnet.

Ich mochte die Idee der Selbststeuerung von Karl Schattenhofer.

Was motiviert dich persönlich in deiner Tätigkeit als Trainerin und Supervisorin?

Die Freude daran, wenn Gruppen anfangen, zu verstehen wie Kooperation funktioniert, und auf einmal geht Auseinandersetzung, Differenzierung, Gemeinschaft und Beziehung.

Was können Teilnehmende deiner Meinung nach aus dem gruppendynamischen Labor in die Welt da draußen mitnehmen?

Dass es sich lohnt, auch in Konflikten in Beziehung zu bleiben und es möglich ist, unterschiedlich zu sein und trotzdem gemeinsam kreativ sein zu können zum Wohle des Gesamten.

Welche gesellschaftliche Bedeutung hat Gruppendynamik aus deiner Sicht?

Gruppendynamik wird immer Teil von menschlichen Beziehungen sein. Wir brauchen in unserer Gesellschaft Selbstreflexion, Kritikfähigkeit und die Kompetenz, Metaebenen von (Arbeits-)Beziehungen in den Blick zu nehmen. Das kann keine KI für uns übernehmen.

Die Fähigkeiten zu mehr sozialem Miteinander oder zu mehr qualifizierter friedlicher  Auseinandersetzung können auf Gruppendynamischen Trainings erworben und verfeinert werden.

Was wünscht du TOPS für die Zukunft?

Offen bleiben für neue gesellschaftliche Entwicklungen und sich fundiert und fachlich damit auseinandersetzen - kreativ bleiben.