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TOPS-Fachtag zu Rassismus
Der erste von drei Fachtagen zum Thema "Diskriminierungskritisches Arbeiten" liegt hinter uns. Der Fokus lag auf rassismuskritischem Arbeiten in Beratung und Training.
Was uns besonders beeindruckt hat:
- Die Vorträge öffneten die Augen für die (für weiße Menschen) oft unsichtbaren, aber wirkmächtigen Strukturen des Rassismus in unserer Gesellschaft.
- Mary Opio-Göres phd. zeigte auf, wie tief die Wurzeln des Rassismus gegenüber schwarzen Menschen in unserer Geschichte verankert sind - beginnend in der Zeit des Kolonialismus und im Postkolonialismus bis heute. Sie verdeutlichte die Herausforderungen und Chancen, über Rassismus ins Sprechen zu kommen.
- Barbara Abdallah-Steinkopff verdeutlichte zum einen die existenzielle Bedrohung und institutionalisierten Hürden im Alltag, die von antimuslimischem Rassismus ausgehen. Zum Anderen ging sie auf die Wirkungsweisen in der Beratung und Therapie ein. Beide Referentinnen verdeutlichten die Chancen, die in der Auseinandersetzung mit Rassismus liegen.
- Im Workshop mit Sonne Ince und Cornelia Schneider wurde klar: Selbstreflexion und der Mut, in Kontakt zu treten, sind der Schlüssel zu echtem Verständnis.
Was uns noch stärker bewusst wurde:
Die Realität des Alltagsrassismus ist schmerzhaft. Gleichzeitig leisten Menschen, die Rassismus erleben, Widerstand gegen die rassistischen Strukturen, die uns alle auf unterschiedliche Weise prägen.
Was wir mit Blick auf eine weiße Sozialisation mitnehmen:
- Wir müssen aktiv Position beziehen, auch wenn dies von Unsicherheit begleitet ist. Gerade diese Unsicherheit kann zum Ver- und Entlernen beitragen.
- Es gibt nicht "die eine" richtige Verhaltensweise - es braucht Verständnis, Geduld und die Bereitschaft, voneinander zu lernen.
- Wir können durch die unterschiedlichen Geschichten und Erfahrungen in dieser Gesellschaft lernen, um dem entgegen zu trennen, was Rassismus bewirkt: er trennt Lebensrealitäten voneinander. Indem wir an diese Trennlinien herantreten, behutsam und bewusst, können wir etwas verändern.
Unser Austausch zum diskriminierungskritischen Arbeiten geht weiter, persönlich bei unseren nächsten Fachtagen weiter (Anmeldung und mehr Infos hier), bis dahin gerne auch hier in den Kommentaren.







