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Organisationsentwicklung
Personalentwicklung
Supervision
Rolle
Das Rollenkonzept der Sozialwissenschaften, dem auch die Gruppendynamik folgt, bedient sich der Theatermetapher. Danach bringen wir auf einer gesellschaftlichen Bühne, das heißt unter den Augen von Mitspielern und Zuschauern, einen zur Rolle passenden Text und ein passendes Verhalten zur Aufführung. Aber im Unterschied zum Theater werden dieser Text und dieses Verhalten nicht von irgendeinem Autor verfasst und definiert, sondern sie entstehen aus den Erwartungen, die von den anderen Mitspielern und dem Publikum der jeweiligen Rolle entgegengebracht und vom Rollenspieler hinreichend akzeptiert werden und die er in unterschiedlichem Ausmaß verinnerlicht haben kann. Rolle und Person bleiben dabei immer getrennt, das heißt eine Person geht nie ganz in einer Rolle auf und eine bestimmte Rolle bringt immer nur einen Ausschnitt der Person zu Darstellung.
Die soziale Rolle ist ein zentrales Konzept in unserem Beratungsverständnis. Die Untersuchung des Unterschieds und der Überschneidungen zwischen Rolle und Person derjenigen, die in einer beruflichen Situation handeln, trägt viel zum Verstehen einer Situation bei, und zwar für Klient:innen und Berater:innen, und darauf aufbauend zur Handlungsfähigkeit der Beteiligten. Unterscheiden zu lernen, welche Erwartungen an die Rolle und welche an die Person gerichtet sind, kann sehr entlastend für die Rolleninhaber sein.
