Ebenenwechsel

Der Ebenenwechsel ist ein in einer Gruppe – Supervisionsgruppe, Trainingsgruppe – gezielt initiierter Prozess, in dessen Verlauf das „Dort und Damals“ der momentanen Diskussion oder der Falldarstellung verlassen und stattdessen das „Hier und Jetzt“ der Gefühle und Beziehungen der Beteiligten thematisiert wird.

Dieses Verfahren, das Interaktionsgeschehen und die Gefühle der Beteiligten in einer Gruppe zum Thema zu machen und zu untersuchen, um daraus zu lernen, stammt aus der Trainingsgruppenarbeit. Es wurde zuerst von Kurt Lewin beschrieben. Die Intervention, die einen Ebenenwechsel einleitet, erfolgt aus einer konkreten Gruppensituation heraus und ist nicht – wie etwa die Frage nach dem Gefühl in Balintgruppen – Bestandteil eines Arbeitsschemas. Nicht jede Intervention dieser Art muss erfolgreich sein, denn der Versuch, das „Hier und Jetzt“ zum Thema zu machen, stößt unter Umständen auf deutlichen Widerstand bei den Gruppenteilnehmer:innen.